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FAQ

Chinesische Schränke

Wissenswertes über chinesische Schränke

Chinesische Schränke der Ming-Periode werden heutzutage im Allgemeinen entweder als „eckig“ oder „rundeckig“ klassifiziert. Eckige Schränke hatten senkrechte Seiten und ihre Türen waren an Metallscharnieren aufgehängt, ähnlich wie bei unserem Ming-Kleiderschrank. Rundeckige Schränke dagegen hatten meist schräg abfallende, „konische“  Seiten und herausnehmbare Türen mit hölzernen Angeln. Da diese Türen direkt in den Rahmen des Schranks eingehängt wurden, entstand ein besonders klarliniges Design. Unsere konischen Ming-Schränke sind hervorragende Beispiele für diesen Stil. Sowohl eckige als auch rundeckige chinesische Schränke wurden meist paarweise gefertigt und entweder nebeneinander oder symmetrisch zueinander platziert, um dem Raum ein ausgewogenes Erscheinungsbild zu verleihen.

Die meisten Schränke waren mit herausnehmbaren Einlegeböden versehen und viele hatten am Boden ein Geheimfach, das von beweglichen Böden verborgen wurde. Kleiderschränke im westlichen Sinne waren in China zu Zeiten der Ming-Dynastie nicht gebräuchlich, denn die Chinesen pflegten ihre Kleidung nicht in Schränken aufzuhängen. Vielmehr wurden die Kleidungsstücke flach in eine Truhe oder einen Schrank gelegt oder auch an hölzernen Gestellen aufgehängt. Schränke dienten auch in Studierzimmern zur Aufbewahrung von Büchern und Schreibutensilien und in der Küche als Stauraum für Lebensmittel und Kochutensilien.

Zwar war die Grundform der meisten Schränke von einer bestechenden Einfachheit und Klarlinigkeit, die oft nur durch  schön geformte Sockelleisten aufgelockert wurde, doch manche  Schränke wurden auch lackiert, bemalt oder sogar mit Halbedelsteinintarsien verziert. Typische Motive waren Landschafts- und Gartenszenen oder chinesische Antiquitäten. Der Stil der Verzierungen variierte in verschiedenen Teilen des Landes; Möbel aus der Shanxi-Region zeichnen sich beispielsweise durch einen besonders prunkvollen und farbenprächtigen Stil aus.

Anrichten, wie wir sie heutzutage in Esszimmern haben, waren im alten China nicht gebräuchlich, doch man pflegte langgezogene, niedrige Schränkchen in der Mitte des Wohnraums oder auf dem Kang, dem im Norden Chinas gebräuchlichen „Ofenbett“ zu platzieren. In diesen Schränkchen wurden Alltagsutensilien verstaut; manche hatten auch Geheimfächer zur Aufbewahrung von Wertgegenständen.

Metallbeschläge an Schränken und Truhen gelten als typisch für chinesisches Möbel. Die aus Messing und anderen Metallverbindungen gefertigten Scharniere, Griffe und Schließblenden waren oft mit aufwändigen Gravuren verziert; sie verbanden Funktionalität mit Schönheit und waren ein wesentlicher Bestandteil des Designs.



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